Sehenswürdigkeiten in Voerde

In Voerde finden sich viele interessante Orte und Sehenswürdigkeiten.
Eine Übersicht der schönsten Orte mit deren Hintergrundinformationen finden Sie hier.

Altes Rathaus

Bürgerhaus Friedrichsfeld

Das Bild zeigt das Bürgerhaus Friedrichsfeld

Deichkreuz Ork

Ehemalige Bürgermeistervilla

Gerichtslinde Götterswickerhamm

Haus Ahr – Turmhaube

Haus Storchennest

Haus Voerde

Lindenwirtskate

Naturschutzgebiet Momm-Niederung

Rheinpromenade Götterswickerhamm

 Schinkelkirche Götterswickerhamm

Schleuse Friedrichsfeld

Altes Rathaus

Unter Verwendung des am Niederrhein heimischen Backsteins wurde das ehemalige Rathaus im Stil des Neoklassizismus im Jahre 1914 errichtet.

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Altes Rathaus

Unter einem hohem Walmdach erhebt sich das zweigeschossige Gebäude auf einem Sockelgeschoss. Die Mitte des Hauses wird durch einen vierachsigen Mittelrisalit betont, der im Erdgeschoss den von dorischen Säulen begleiteten Eingang aufweist.

Der Sitz der Verwaltung befand sich bis 1983 in diesem Gebäude. Seit dem 7.11.1985 ist es ein Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Niederrhein.

Quelle: Stadt Voerde

Historische Aufnahme des alten Rathauses (links) und des ehemaligen Bürgermeisterhauses (rechts)

Bürgerhaus Friedrichsfeld

Das Bürgerhaus wurde 1994 im Stil der Baracken des ehemaligen Militärlagers Friedrichsfeld nach Originalzeichnungen erbaut. Es ist der Typ einer Leutnantsbaracke und steht etwa an der gleichen Stelle, an der einst auch das Original stand.

Quelle: Stadt Voerde

Das Bild zeigt das Bürgerhaus Friedrichsfeld
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Bürgerhaus Friedrichsfeld

Deichkreuz Ork

Die Aussicht auf den ruhig dahin fließenden Rhein, der weite Himmel, vielleicht ein Schiff – es könnte alles so idyllisch sein, wäre da nicht ein großes Kreuz, das daran erinnert, dass dieser Ort einmal alles andere als friedlich war. Das Monument, das der Voerder Künstler Julius Seifert 1995 geschaffen hat, gilt dem Gedenken an den Rheinübergang der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs und an die vielen Opfer, die dieses historische Ereignis forderte.

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Deichkreuz Ork

Im März 1945 kämpften die Truppen der Wehrmacht hier bereits auf so gut wie verlorenem Posten. Neun Monate zuvor hatte die Landung der Alliierten in der Normandie den Anfang vom Ende des Krieges und der deutschen Niederlage eingeläutet. Inzwischen hatten sich die amerikanischen, kanadischen und britischen Truppen bis an den Rhein vorgearbeitet. Gerade erst hatte es durch schwerste Panzergefechte um den Klever Reichswald auf beiden Seiten große Verluste gegeben. Am 10. März sprengten die Deutschen bei Büderich den letzten, verbliebenen Brückenkopf und  mussten den gesamten linken Niederrhein aufgeben. Die Alliierten bereiteten nun die Rheinüberquerung vor. Sie begannen Behelfsbrücken zu bauen, vernebelten mit Nebelmaschinen die Sicht auf das linke Rheinufer und bombardierten die rechtsrheinischen Gebiete aus der Luft.

Am Abend des 23. März startete dann unter dem Codenamen „Plunder“ die Großoffensive der Alliierten. 250.000 britische, kanadische und amerikanische Kampftruppen setzten mit Schwimmpanzern, Schlauchbooten und  Behelfsbrücken an mehreren Stellen über. Innerhalb von Stunden errichteten sie rund 20 dieser schwimmenden Brücken, bei Wesel sogar eine Eisenbahnbrücke. Am nächsten Tag bekamen sie außerdem gewaltige Hilfe aus der Luft. Winston Churchill war eigens aus London gekommen, um Zeuge des größten Luftlandemanövers der Geschichte zu sein. Der Erfolg dieser gewaltigen Operation ebnete den Alliierten den Weg zum Sieg. Denn von dort konnten sie schnell das Ruhrgebiet einkesseln und die letzte große Schlacht des Zweiten Weltkriegs für sich entscheiden. 

Quelle: www.niederrheintouren.de

Deichkreuz Ork

Ehemalige Bürgermeistervilla

Die freistehende Bürgermeistervilla errichtete man ebenfalls im Jahre 1914. Die zweigeschossige Villa mit geputzten Eckquadern, vorgeblendetem Fachwerkgiebel und bewegter Dachlandschaft ist vom Baustil her dem Historismus verbunden.

Die Bürgermeistervilla nutzte man noch nach dem 2. Weltkrieg zur Unterbringung der Gemeindeverwaltung. Heute ist sie dem Seniorenzentrum angegliedert.

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Ehemaliges Bürgermeisterhaus

Gerichtslinde Götterswickerhamm

 

 Die Gerichtslinde war der Tagungsort des Schöffengerichtes Götterswickerhamm, das für die Bauernschaften Götterswickerhamm, Mehrum, Löhnen, Voerde und Möllen zuständig war.

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Gerichtslinde Götterswickerhamm

Eine Urkunde des Stiftes Rees vom 31. Juli 1327 erwähnt die Gerichtsstätte „bei der Kirche Götterswick auf der Königstraße an althergebrachter Thingstätte“. Es handelt sich damit um eine urkundlich nachweisbare Thingstätte am Niederrhein. Erst durch die preußische Verwaltung 1753 wurde die Gerichtsstätte aufgehoben und das Landgericht Dinslaken eingerichtet.

Die leicht erhöhte an der Straße und nahe der Kirche gelegene Stätte wird durch eine große Linde ausgewiesen.

Viele Jahrhunderte hat das Gericht an dieser althergebrachten Thingstätte getagt. Zum Denkmal gehören die Linde mit Hügel und umgebendem Freiraum sowie zwei Grabsteine, die sich älterer Aufstellung an dieser Stelle befinden: Ein Grabkreuz aus Basalt von 1574 mit der Inschrift: „Anno 1574 den 8. November starb Jan van Rheden Gott gnädig sei“ und ein verwitterter Grabstein aus Sandstein mit dreifachem Rundbogenschluß.

Quelle: Stadt Voerde

Informationstafel an der Gerichtslinde Götterswickerhamm

Haus Ahr – Turmhaube

Dicht bei Haus Wohnung stand das herrschaftliche Gut „Haus Ahr“, das zwischen 1825 und 1830 als klassizistisches Landhaus von Karl Tendering erbaut wurde. Vorher bestand schon ein Burghaus in der Nähe, das von den Rittern von der „Ahr“ schon vor 1241 gegründet wurde. Karl Tendering, dessen Mutter 1833 das Gut gekauft hatte, baute ein neues Gutshaus an anderer Stelle.

Kontakt mit der großen Welt bekam Haus Ahr durch die Liebesromanze des Dichters Gottfried Keller, der sich in die damals 24jährige Tochter von Karl Tendering, Betty, verliebte, aber bei ihr auf keine Gegenliebe traf. 1960 wurde der Dinslakener Senator Fritz Meyer Eigentümer von Haus Ahr, wo zeitweilig auch die Burghofbühne Dinslaken ein Asyl und Raum für die Unterbringung ihrer Utensilien fand..

Nach dem Verfall des Herrenhauses wurde der Dachreiter durch den Verein für Heimatpflege und Verkehr Voerde sichergestellt und liebevoll restauriert. Er wurde zur Erinnerung an der Zufahrt der Ahrstraße aufgestellt.

Quelle: Stadt Voerde

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Haus Ahr - Turmhaube

Haus Storchennest

 

Vielen Ausflüglern ist am Ausgang Götterswickerhamm der alte Mühlenturm mit seinem achteckigen, weit überstehenden Aussichtsraum und dem „Storchennest“ bekannt. Die heutige Architektur spiegelt jedoch die wechselvolle Geschichte und zeittypische Bauformen wieder.

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Haus Storchennest

Der Erbauer, Heinrich Wellmann, lernte sein Handwerk beim Besitzer der Voerder Windmühle – die heute leider nicht mehr existiert – Friedrich Vorstius. Nach der Hochzeit mit Margarete Schepers aus Voerde kaufte er vom Bauern Hermann Schürmann für 200 Taler ein Grundstück am Rheindeich und konnte 1849 eine stattliche Mühle in Betrieb nehmen. Zum Bau der Mühle musste er sich 1.000 Taler leihen. Doch die Mühle bescherte ihm nicht viel Glück – 1853 brannte sie zum Teil aus. Wellmann starb ein Jahr später, seine Ehefrau folgte ihm wenige Monate danach. Zurück blieben 6 kleine Kinder.

Damit die Mühle nicht stillstand, taten sich einige Eingesessene -Bauer Schürmann-Dickmann, Wirt Borgardts und der Bauer Rockhoff, genannt Nienhus- zusammen, und kauften die Mühle, um sie gemeinsam zu betreiben. Sie ließen das Mahlgeschäft von Gesellen ausüben. 

Der letzte Besitzer der Mühle war Wilhelm Schiefelberg. Mangel an Kundschaft und die Konkurrenz der mit Motorantrieb ausgerüsteten Mühlen veranlassten Schiefelberg, um 1900 die Mühle stillzulegen. Da das Gebäude für andere Zwecke nicht verwendbar war, wurde es dem Verfall preisgegeben. Mahlwerk, Mühlenhaube und Flügel waren bald verschwunden. Doch der Turm blieb stehen.

Der Stumpf wurde in den Jahren 1924/1930 zu einem Aussichtsturm wie Sie ihn heute vorfinden, umgebaut. Bis circa 1967 befand sich hier ein beliebtes und bekanntes Ausflugslokal. „Haus Storchennest“ befindet sich heute im Privatbesitz.

Quelle: Stadt Voerde

Haus Storchennest, Fotograf: Thorsten Vogt

Haus Voerde

Haus Voerde ist ein schlossartiges Herrenhaus welches auf eine mittelalterliche Wasserburg der Herren von Loete zurückgeht. Das im Laufe der Zeit im barocken und klassizistischen Stil umgestaltete Anwesen steht seit 1984 unter Denkmalschutz. Heute befindet es sich im Eigentum der Stadt Voerde, welche es als schön gelegenes Standesamt nutzt.

Es gilt als sicher, dass Haus Voerde schon vor 1200 gebaut wurde und ein Lehen der Abtei Werden war. Zum ersten Mal wurde die Burg 1344 erwähnt, als Johann von Loete durch die Abtei Werden mit ihr belehnt wurde. Von 1486 bis 1457 war Haus Voerde in den Händen der Herren von Cappelen auf Haus Wohnung. Mehr als 200 Jahre (bis 1770) lebten dann die Herren von Syberg auf Haus Voerde. 1668 wurde der Turm angebaut. Diese Jahreszahl ist in großen Ziffern am Gemäuer zu lesen. Das Anwesen um Haus Voerde wurde bis zum Jahre 1861 auf 820 Morgen erweitert.

1922 erwarb die Gemeinde Voerde einige Hundert Morgen Land vom Grundbesitz des alten Rittertums. Für den Unterhalt des Schlosses sorgte der damalige Kreis Dinslaken, der 1950, als aus dem Amt Voerde die Gemeinde Voerde wurde, am 1. April der neuen Kommune das Haus Voerde zum Geschenk anlässlich der Eingemeindung der Gemeinde Löhnen machte.

Haus Voerde, Fotograf: Thorsten Vogt

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Haus Voerde

Mehrfach fanden Umbauten am Haus Voerde statt. Historisches wurde mit Bauideen neuer Zeit vermischt, aber diese Kombinationen müssen als gelungen bezeichnet werden, denn niemand kann sich dem Reiz dieses alten Wasserschlosses entziehen, und die Anziehungskraft für Einheimische bleibt groß und wächst für auswärtige Besucher ständig. Viel dazu bei trägt natürlich auch der gepflegte Park, der das alte Wasserschloss umgibt und das idyllische Bild des Teiches rund um das Schloss, auf dem Schwäne und Enten schwimmen.

Haus Voerde ist als historisches Kleinod und kultureller Mittelpunkt gewiss eines der Exponate der jungen Stadt.   In der ersten Etage ist das Standesamt untergebracht, wo junge Paare einen unvergesslichen Augenblick erleben. 

Quelle: Stadt Voerde

Lindenwirtskate

In den Jahren von 1810 bis 1840 war die Lindenwirtskate Sitz der Bürgermeisterei.

Als der Bürgermeister P. F. Nost 1840 Haus Löhnen erwarb, teilte er seiner vorgesetzten Behörde mit, dass er seinen Wohnsitz und das Verwaltungsgebäude wegen großer Baufälligkeit „des jetzigen Gemeindehauses“ am 28.9.1840 von Voerde nach Löhnen verlegen werde.

Im Herbst 1841 befasste sich der Gemeinderat mit der Frage, ob es nicht besser sei, die Bürgermeisterei wieder zu verlegen. Bei Rheinhochwasser waren die Straßen in Löhnen überflutet, so dass für diejenigen, die das Verwaltungsbüro besuchen wollten, Schwierigkeiten entstanden.

Trotzdem fasste der Gemeinderat den Entschluss, die Verwaltung in Löhnen zu belassen, trug dem Bürgermeister jedoch auf, einen Kahn bereitzuhalten und die Ratssitzung bei Hochwasser zu verlegen. Diese „Kahnzeit“ währte nicht lange, und im Jahre 1851 war die Lindenwirtskate wieder Sitz der Verwaltung.

Quelle: Stadt Voerde

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Lindenwirtskate

Momm-Niederung

Die Momm-Niederung ist ein wahrer Geheimtipp. Sie stellt als ca. 600 Hektar großes Naturschutzgebiet eine der letzten ursprünglichen Kulturlandschaften des Niederrheins dar. Hier können Sie in einer ruhigen und idyllischen Landschaft die für die Niederung typischen Streuobstwiesen, Störche, Kopfweiden sowie die seltenen Lerchenspornbäume entdecken. Mit etwas Glück erblicken Sie vielleicht auch einen Steinkauz! Am besten lässt sich die Momm-Niederung per Rad oder auch zu Fuß entdecken.

 

Das heutige Gebiet der Momm-Niederung war einst ein Rheinarm. Daher liegt das Gebiet noch heute spürbar tiefer als seine Umgebung und ist  immer wieder überflutet worden, wodurch üppige Auenwälder entstanden.
Im Mittelalter siedelten sich vermehrt Menschen auf natürlichen oder künstlichen Erhöhungen, sogenannte Warften an. So liegt mitten in der Momm-Niederung mit Löhnen das südlichste Warftendorf Deutschlands.
Die Auenwälder wurden zur Kultivierung zusehens gerodet. Straßennamen wie „Holzweg“ oder „In den Schlägen“ zeugen noch heute davon. Um dem Land die Feuchtigkeit zu entziehen, wurden Entwässerungsgräben angelegt. So kommt der Ortsname „Löhnen“ von Lohne oder Lönne was so viel wie Graben, Vertiefung bedeutet.
Weitere Informationen finden Sie auch auf dem Portal KuLaDig des Landschaftsverbandes Rheinland.

Das Bild zeigt die Momm-Niederung mit Nebelschwaden

Verwunschene Momm-Niederung in der katlen Jahreszeit, Fotograf: Thorsten Vogt

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Momm-Niederung

Rheinpromenade Götterswickerhamm

In dem Ausflugsort Götterswickerhamm kann man auf der Deichpromenade spazieren oder bei Kaffee und Kuchen in oder vor den Wirtshäusern sitzen und den Schiffen auf dem „Vater Rhein“ zusehen.

Für aktiv Besucher empfiehlt sich eine Rad- oder Wandertour auf dem Rheindeich. Der Parkplatz in Götterswickerhamm bietet sich hierfür als gute Ausgangsbasis an.

Fußläufig sind weitere Sehenswürdigkeiten in Götterswickerhamm erreichbar: Der ehemalige Aussichtspunkt Haus Storchennest, die  Gerichtslinde Götterswickerhamm, sowie die evangelische Kirche Götterswickerhamm

 

 

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Rheinpromenade Götterswickerhamm

Die Rheinpromenade Götterswickerhamm, Fotograf: Thorsten Vogt

Schinkelkirche Götterswickerhamm

Die Kirche trägt das seltene Patronat des heiligen Nicodemus und war ursprünglich Eigenkirche der Herren von Götterswick. Als Wahrzeichen im Bogen der Dammstraße des alten Rheindorfes Götterswickerhamm gelegen, kommt man an ihr auf dem Weg zum Rhein ohne zu ihr aufzublicken nicht vorbei.

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Evangelische Kirche Götterswickerhamm

Die Evangelische Kirche Götterswickerhamm hat, wie alle niederrheinischen Kirchen ein bewegtes Leben hinter sich, gekennzeichnet von Kriege, Bränden, Zerstörung und Religionswechsel. Die Gründung der Kirche könnte in das 10. Jahrhundert fallen. Am 19. Mai 1003 erwarb der Kölner Erzbischof Ländereien in Goterswick und schenkte sie der Abtei Deutz, die vermutlich für den Bau einer Kapelle hier gesorgt haben wird.

Die heutige Kirche stammt in ihren ältesten Teilen aus dem 11./12. Jahrhundert und wird als einschiffiger romanischer Saalbau mit flacher Decke und in die Kirche einbezogenem Turm entstanden sein, den man um 1350 um ein Geschoß erhöhte. Erhalten davon sind noch der untere Teil des Turmes, die Rückwand und der Taufstein. In ihrer etwa 1.000jährigen Geschichte hat es immer wieder Verwüstungen, Plünderungen, Brand und Zerfall gegeben.

Nach jeder Zerstörung entstand die Kirche größer und schöner. Heute ist sie ein Buch der Kulturgeschichte in Backstein, Tuff und Holz. Romanik, Gotik und Klassizismus haben ihre Zeichen gesetzt. Karl-Friedrich Schinkel, preußischer Oberlandesbaudirektor in Berlin und hochgerühmter Baumeister des Klassizismus, war persönlich an Planungen und Detailentwürfen beteiligt. Interessant ist auch das Innenleben des Gotteshauses. Wertvollstes Relikt aus alter Zeit ist der aus Bentheimer Sandstein gehauene Taufstein. Es handelt sich dabei um eine flache Steinbütte auf gedrungenem Säulenstumpf mit 4 Löwenmonstren in den Ecken. Er stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten im Umkreis.

Gotische Grabsteine aus dem 15. und 16. Jahrhundert, Totentafeln und Ahnentafeln adeliger Geschlechter aus Götterswickerhamm und Umgebung schmücken die Wände der Kirche, ebenso zwei eiserne Visierhelme aus der Zeit des 30jährigen Krieges.

Etwas besonderes ist auch die in den Jahren 1993 bis 1995 restaurierte, historische Orgel als einzige spätromantische Orgel, die in unserer Gegend noch erklingt. Erbaut wurde sie 1933 von der Schwelmer Firma Faust.

Quelle: Stadt Voerde

Die Evangelische Kirche Götterswickerhamm

Schleuse Friedrichsfeld

Die Doppelschleuse am Wesel-Datteln-Kanal ist die erste Station für Schiffe, die vom Rhein kommend ins weiterführende Kanalsystem einfahren. Dieser Kanal ermöglicht Anschluss an den Dortmund-Ems-Kanal, den Mittelland- und den Rhein-Herne-Kanal.

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Schleuse Friedrichsfeld

Bis zur Anschlussstelle in Datteln sind 6 Staustufen zu durchfahren. Auf der 60 km langen Strecke wird dabei ein Höhenunterschied von 43 Metern bewältigt. Je nach Wasserstand des Rheins kann der Hub in der Emmelsumer Schleuse bis zu 8 Meter betragen. Das große, im Jahre 1930 zeitgleich mit dem Kanal eröffnete Staubecken ist 220 Meter lang. Das kleine Becken wurde 1964 errichtet und ist halb so lang. Beide Becken sind 12 Meter breit.

Nahe der Schleuse wurde 1972 der Emmelsumer Hafen eingeweiht. Über die Wirtschaftsbahn hat der Hafen Anschluss an das Bundesbahnnetz.

Schleuse Friedrichsfeld